Den Euro-Rettern droht das nächste Debakel

Silke Wettach, Wirtschaftswoche, 19.12.2011

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Der Euro-Schutzwall fällt offenbar kleiner aus als erhofft. Investoren haben kaum Interesse am Rettungsschirm, zudem tobt ein politischer Streit um dessen Aufstockung.

Unterschiedlicher hätten die Standpunkte kaum sein können. Am vergangenen Mittwoch feierte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag die Beschlüsse des EU-Gipfels der Vorwoche als Weichenstellung für ein „neues Europa“.

Knapp 800 Kilometer weiter im Südwesten, im Europäischen Parlament in Straßburg, zeichnete am selben Tag der polnische Ministerpräsident Donald Tusk das Bild einer zutiefst zerrütteten Gemeinschaft. „Ich kann nicht sagen, dass Europa Ende 2011 vereinter ist als vor sechs Monaten, einem Jahr oder fünf Jahren.“

Tusk weiß, wovon er spricht, er hatte im vergangenen Halbjahr den EU-Ratsvorsitz inne. Reibereien und unterschiedliche Ansichten, wie Europa den Weg aus der Krise bewältigen kann, haben diese Zeit geprägt.

Unter diesen Vorzeichen, war es durchaus ein politisches Kunststück, dass Merkel die Gemeinschaft – mit Ausnahme der Briten – beim letzten EU-Gipfel des Jahres auf eine Fiskalunion eingeschworen hat. Doch wie viel ist die Einigung wert? […]

In Brüssel, wo der nächste Gipfel bereits für Januar geplant ist, weiß man mittlerweile, dass Kanzlerin Merkel recht hat, wenn sie von einem langen Weg aus der Krise spricht. Die Route ist längst anders als von vielen gedacht. Für Janis Emmanouilidis vom Brüsseler Thinktank European Policy Centre steht ohnehin fest, dass sich nicht in Brüssel entscheiden wird, ob die Euro-Krise unter Kontrolle zu bekommen ist: „Alle Wege führen nach Frankfurt.“

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