Thinking Enlarged – The Accession Countries and the Future of the European Union

Bertelsmann Foundation and Center for Applied Poliy Research (eds.) (co-author)

Strategy paper of the Villa Faber Group on the Future of the EU, ISBN 3-89204-629-8

Guetersloh 11/2001

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Die derzeitige Debatte über die Zukunft der Europäischen Union dominierten bisher für die Mitgliedstaaten entwickelte Perspektiven, während die Beitrittstaaten vornehmlich mit dem Verhandlungsprozess und den Vorbereitungen auf ihren Beitritt zur Union beschäftigt waren. Um diese Lücke zu schließen, hat die aus 18 EU-Experten sowohl aus den Beitritts- als auch den Mitgliedstaaten bestehende "Villa Faber Group on the Future of the EU" eine Position ausgearbeitet, die die neuen Mitglieder bezüglich der zukünftigen Reformen der Europäischen Union beziehen könnten.

Die Gruppe formuliert in ihrem Bericht drei Prioritäten, die die zukünftigen neuen Mitgliedstaaten in einer erweiterten EU setzen werden: demokratisches Regieren, umfassende Sicherheit, Solidarität innerhalb der Gemeinschaft.

  • Die EU sollte demokratischer regiert werden, indem der politische Argumentations- und Meinungsbildungsprozeß verstärkt, die Bürger besser beteiligt und das Gemeinschaftsmodell revitalisiert werden.

  • Sicherheit in der EU ist als umfassendes Konzept zu verstehen, das über ein klassisches Sicherheitsverständnis hinausgeht und die besonderen Sicherheitsinteressen der zukünftigen Mitgliedstaaten berücksichtigt. Ein solches Verständnis sollte die Entwicklung und Kohärenz der EU-Politiken zur inneren und äußeren Sicherheit orientieren und leiten sowie Brücken zur direkten Nachbarschaft einer erweiterten EU bauen.

  • Solidarität sollte in einem gemeinschaftsorientierten Politikansatz aller - alter wie neuer - EU-Mitgliedstaaten zum Ausdruck kommen, basierend auf gemeinsamen Normen, Werten, politisch-kulturellen Praktiken und auf der Gleichbehandlung der Mitgliedstaaten. Diese Orientierung sollte den Ausgabenpolitiken, den politisch-institutionellen Dimensionen der zukünftigen EU und der Praxis der verstärkten Zusammenarbeit zugrundeliegen.

Das Papier erklärt, warum die zukünftigen Mitgliedstaaten diesen Zielen und Prinzipien besondere Bedeutung beimessen und entwickelt konkrete Vorschläge zur Realisierung.




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