Gewinnern der EU-Top-Jobs steht Balanceakt bevor

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Sabine Berger, Wirtschaftsblatt, 19.11.2009

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Die EU-Staats- und Regierungschefs suchen heute Abend nach allgemein akzeptablen Personen zwecks Besetzung der neuen EU-Funktionen. Die erfolgreichen Kandidaten werden keinen leichten Einstieg haben.

"Großbritannien von einem Belgier regiert? Das muss wohl ein Witz sein.“ Mit dieser Schlagzeile quittierte der britische  Daily Express das Faktum, dass der belgische Premier Herman Van Rompuy im Vorfeld des EU-Sondergipfels als aussichtsreicher Anwärter für den Posten des EU-Ratspräsidenten gehandelt wurde. [...]

[...] Dass Doppelgleisigkeiten und Reibungsverluste mit dem Inkrafttreten von Lissabon passé sind, ist freilich Illusion: Es werde einige Zeit dauern, bis sich die Balance im neuen System findet, meint Janis Emmanouilidis, Analyst der Brüsseler Denkfabrik European Policy Centre. So bleibt abzuwarten, wie stark sich der Ratspräsident, der sich in erster Linie um die Organisation der EU-Gipfel kümmern und für eine Kohärenz der Entscheidungen sorgen soll, in die Agenden des Außenministers einmischen wird. Laut Emmanouilidis werde das stark von der jeweiligen Person abhängen. Ein Politiker wie Tony Blair hat mehr außenpolitische Ambitionen als einer mit weniger internationalem Profil. [...]


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